Beziehungsprobleme?

Paartherapie und Einzelberatung


Partnerschafts- und Beziehungskonflikte, sowohl als Einzeltherapie als auch als Paartherapie, bilden einen meiner Schwerpunkte. Meiner Erfahrung nach kann kaum ein Lebensbereich so tiefgreifende seelische Probleme bereiten und die Lebensqualität stärker beeinflussen als eine angeschlagene oder zerbrochene Partnerschaft. Dabei gibt es immer einen Weg heraus aus dem Tal, zurück in die Lebensfreude - gemeinsam als Paar oder vielleicht am Ende doch auch jeder wieder für sich, denn manchmal stellt sich im Laufe einer Paartherapie auch heraus, dass eine Trennung der bessere Weg wäre.

Welche Ausrichtung biete ich Ihnen an?

Ich bin tiefenpsychologisch ausgerichtet und habe unter anderem gute Erfahrungen mit dem Konzept von Jürg Willi gemacht, dessen Kollusionsmodell seit vielen Jahren zu den Standardmethoden in der Paartherapie gehört. 

Da ich meine tiefenpsychologisch Ausbildung im Wiesbadener Institut für Psychotherapie (WIAP) erhalten habe, gehört aber vor allem auch die von dessen Begründer Nossrat Peseschkian entwickelte „Positive Psychotherapie“, die mehr auf Ressourcen anstatt auf Defizite schaut, zu meinem Standardrepertoire.

Auch das Gesamtwerk des Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun hat mich gerade in der Paartherapie ebenfalls sehr beeinflußt. Seine Bücher sind auch für Laien gut zu lesen und ich kann sie sehr empfehlen, das gilt für die Bücher "Miteinander Reden" Band 1 und 2.

Dem Ansatz von Michael Mary, eine Beziehung nicht mit dem Blick des „reparaturbedürftigen Mangels“ zu betrachten, sondern zu schauen welche spezielle Art von Beziehung sich zwischen zwei speziellen Menschen entwickelt hat und diese dann auszuloten, stimme ich sehr zu, verwende diesen Ansatz mit einigen eigenen Abwandlungen auch gerne. 

Abweichend von der üblichen einstündigen Sitzungsdauer dauert eine paartherapeutische Sitzung 90 Minuten. Nach der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ) fallen hierfür 140 Euro pro Paar und Sitzung an (Ziffer 861a, 3,5facher Satz aufgrund der Dauer).


Einzeltherapie bei Beziehungsproblemen

Einzelberatung (wenn der Partner nicht teilnehmen möchte)

1. Wenn eigentlich eine Paartherapie gewünscht ist, der Partner aber nicht teilnehmen möchte:

Dies ist zwar nie die Optimalvariante, kann aber doch auch sehr hilfreich sein, z.B. um eine Eifersuchtsproblematik zu bearbeiten. Sie können allerdings natürlich immer nur sich selbst ändern, nicht Ihren Partner – dies sollte vorab klar sein. Aber bereits wenn "nur" einer sich ändert, kann und wird sich die Beziehung im Ganzen verändern, allerdings oft unvorhersehbarer als wenn beide Partner an den Paargesprächen teilnehmen und sich dadurch beide in ihren Wünschen und Bedürfnissen einbringen können. Sie sollten sich bei einer derartigen Einzeltherapie jedoch bewußt sein, dass es ungünstig sein kann, den Partner dann später zu den Sitzungen mit hinzuzunehmen. Der gefühlten "Vorsprung" den Sie nach einigen Einzelsitzungen haben wird es dem hinzukommenden Partner dann erheblich erschweren, seinerseits Vertrauen in den therapeutischen Prozess aufzubauen. Die Entscheidung für eine Einzelberatung oder eine Paarberatung sollten Sie also idealerweise bereits vor Kontaktaufnahme mit mir treffen.

Weitere Einzelheiten über eine der häufigsten Beziehungsproblematiken finden Sie hier

2. Einzeltherapie, um emotional wieder mehr zu sich selbst zu finden, ohne die bestehende Bindung zu lösen:

In einer solchen Einzeltherapie liegt mein Schwerpunkt darin, darauf hinzuarbeiten, dass der/ die Betroffene sich von der allzugroßen und als tiefe Verzweiflung erlebten Verstrickung Schritt und Schritt lösen kann, ohne dabei den eigentlichen Kern der Beziehung zu lösen - im Gegenteil, nur dann kann von einer echten und reifen Beziehung die Rede sein, wenn man sich nicht selbst darin verliert, sondern beide sich als eigenständige Persönlichkeiten mit einbringen und jeder seine eigenen Bedürfnisse behalten, erkennen und kommunizieren kann. Allerdings hat es immer ein gewisses Risiko, wenn nur einer der Partner sich weiterentwickelt und verändert - er wird sich bald besser und stabiler fühlen, der Beziehungspartner jedoch könnte diese Entwicklung, die ihn selbst zur eigenen Weiterentwicklung drängt, als bedrohlich und unerwünscht empfinden und bald Druck ausüben, um das Erreichte wieder zurückzudrehen.

Weitere Einzeleiten finden Sie hier

3. Bewältigung einer Trennung oder Scheidung.

Auch hierbei geht es darum, sich Schritt für Schritt wieder selbst zu finden, mit der Vergangenheit nach und nach abzuschließen, nach und nach zurück ins Leben zu finden und sich eine neue Zukunft aufzubauen. Die längste und wichtigste Beziehung hat man immer mit sich selbst - fast immer ist diese Erkenntnis im Laufe der zurückgelassenen Beziehung in Vergessenheit geraten oder wurde womöglich noch überhaupt nie gesehen. Sie nun mit Leben zu füllen und "sich selbst neu zu erfinden", darum geht es in dieser Beratungssituation.