Beziehungsprobleme?

Paartherapie und Einzelberatung

Welche Ausrichtung biete ich Ihnen an?

Ich bin tiefenpsychologisch ausgerichtet und habe unter anderem gute Erfahrungen mit dem Konzept von Jürg Willi gemacht, dessen Kollusionsmodell seit vielen Jahren zu den Standardmethoden in der Paartherapie gehört. 

Da ich meine tiefenpsychologisch Ausbildung im Wiesbadener Institut für Psychotherapie (WIAP) erhalten habe, gehört aber vor allem auch die von dessen Begründer Nossrat Peseschkian entwickelte „Positive Psychotherapie“, die mehr auf Ressourcen anstatt auf Defizite schaut, zu meinem bewährten Standardrepertoire, mit dem ich gerade auch im Bereich der Paartherapie und bei Beziehungsproblemen sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Auch das Gesamtwerk des Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun hat mich gerade in der Paartherapie ebenfalls sehr beeinflußt. seine Bücher sind auch für Laien gut zu lesen und ich kann sie sehr empfehlen, das gilt für die Bücher "Miteinander Reden" Band 1 und 2.

Im übrigen habe ich auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht, auf Wunsch und ergänzend zur Therapie immer mal wieder zwischendurch eine gemeinsame Paarhypnose durchzuführen. Dies klingt weitaus abenteuerlicher und ungewöhnlicher, als es tatsächich ist. Hypnotherapeutische Techniken werden hier einfach im Rahmen einer „ganz normalen“ Paartherapie als ergänzendes Werkzeug eingesetzt, z.B. um das Paar in einer gemeinsamen Entspannungshypnose zu ihrem ersten gemeinsamen Urlaub zurückzuführen, so dass Sie sich dadurch daran erinnern können, was Sie einmal zusammengeführt und zusammengehalten hat. Idealerweise können längst vergessene Gefühle von Verliebtheit und Zusammengehörigkeit dadurch wieder reaktiviert werden. Oft sind die anfangs verhärteten Fronten anschließend weicher, die angespannte Stimmung versöhnlicher, so dass die eigentlichen Paargespräche dann überhaupt erst möglich und sinnvoll sind und ein gemeinsames Miteinander Schritt für Schritt wieder möglich wird.

Hypnotherapeutische Elemente können auf Wunsch beider Partner somit ergänzend eingesetzt werden, zum Beispiel:

  • Gemeinsame Paarhypnose, die wichtige gemeinsame emotionale Ereignisse wiedererleben lässt, z.B. einen gemeinsamen Urlaub, die Hochzeit oder das erste Date. Danach ist die Erinnerung dessen, was einst zusammengeführt hat, meist sehr präsent und kann die gesamte Situation zum Positiven verändern.
  • Eine belastende Szene, die immer wieder Grund für einen Streit ist, kann in Paarhypnose wiedererlebt und nach genauer vorheriger Absprache bearbeitet werden.
  • Zukunftsperspektiven aufzeigen: in Hypnose können beide Partner mögliche Varianten eines zukünftigen Zusammenlebens oder auch einer Trennung erleben, in ihrer Fantasie durchspielen und sich somit Klarheit darüber verschaffen, was sie gemeinsam wollen – und was nicht.
  • Gemeinsame Entspannungshypnose, wenn das Gespräch nach einer besonders hitzigen Debatte in die Sackgasse gelaufen ist. Danach ist meist problemlos ein vernünftiges Gespräch wieder möglich.
  • Sehr bewährt hat sich die Hypnose auch bei Eifersucht. Nachdem je nach Art der Eifersucht Gegenstrategien eingeübt wurden, kann in Hypnose ein entsprechendes Szenario erlebt werden, in dem das Eingeübte erprobt und verfestigt werden kann.

Einzeltherapie bei Beziehungsproblemen

Einzelberatung (wenn der Partner nicht teilnehmen möchte)

1. Wenn eigentlich eine Paartherapie gewünscht ist, der Partner aber nicht teilnehmen möchte:

Dies ist zwar nie die Optimalvariante, kann aber doch auch hilfreich sein, z.B. um eine Eifersuchtsproblematik zu bearbeiten. Sie können allerdings natürlich immer nur sich selbst ändern, nicht Ihren Partner – dies sollte vorab klar sein. Aber bereits wenn "nur" einer sich ändert, kann und wird sich die Beziehung im Ganzen verändern, allerdings oft unvorhersehbarer als wenn beide Partner an den Paargesprächen teilnehmen und sich dadurch beide in ihren Wünschen und Bedürfnissen einbringen können. Sie sollten sich bei einer derartigen Einzeltherapie jedoch bewußt sein, dass es ungünstig ist, den Partner dann später zu den Sitzungen mit hinzuzunehmen. Der gefühlten "Vorsprung" den Sie nach einigen Einzelsitzungen haben wird es dem hinzukommenden Partner dann erheblich erschweren, seinerseits Vertrauen in den therapeutischen Prozess aufzubauen. Die Entscheidung für eine Einzelberatung oder eine Paarberatung sollten Sie also bereits vor Kontaktaufnahme mit mir treffen.

Weitere Einzelheiten über eine der häufigsten Beziehungsproblematiken finden Sie hier

2. Einzeltherapie, um emotional wieder mehr zu sich selbst zu finden, ohne die bestehende Bindung zu lösen:

In einer solchen Einzeltherapie liegt mein Schwerpunkt darin, darauf hinzuarbeiten, dass der/ die Betroffene sich von der allzugroßen und als tiefe Verzweiflung erlebten Verstrickung Schritt und Schritt lösen kann, ohne dabei den eigentlichen Kern der Beziehung zu lösen - im Gegenteil, nur dann kann von einer echten und reifen Beziehung die Rede sein, wenn man sich nicht selbst darin verliert, sondern beide sich als eigenständige Persönlichkeiten mit einbringen und jeder seine eigenen Bedürfnisse behalten, erkennen und kommunizieren kann. Allerdings hat es immer ein gewisses Risiko, wenn nur einer der Partner sich weiterentwickelt und verändert - er wird sich bald besser und stabiler fühlen, der Beziehungspartner jedoch könnte diese Entwicklung, die ihn selbst zur eigenen Weiterentwicklung drängt, als bedrohlich und unerwünscht empfinden und bald Druck ausüben, um das Erreichte wieder zurückzudrehen.

Weitere Einzeleiten finden Sie hier

3. Bewältigung einer Trennung oder Scheidung.

Auch hierbei geht es darum, sich Schritt für Schritt wieder selbst zu finden, mit der Vergangenheit nach und nach abzuschließen, nach und nach zurück ins Leben zu finden und sich eine neue Zukunft aufzubauen. Die längste und wichtigste Beziehung hat man immer mit sich selbst - fast immer ist diese Erkenntnis im Laufe der zurückgelassenen Beziehung in Vergessenheit geraten oder wurde womöglich noch überhaupt nie gesehen. Sie nun mit Leben zu füllen und "sich selbst neu zu erfinden", darum geht es in dieser Beratungssituation.

 

Spezialgebiete

Jeder Arzt, jeder Therapeut hat natürlich seine Themenbereiche, in denen er sich besonders gut auskennt und die ihn somit für eine bestimmte Nische zum "Spezialisten" machen. Dass ich "zum Durchatmen" und zur Reaktivierung positiver gemeinsamer Erinnerungen gerne hypnotherapeutische Elemente einbringe (natürlich nur wenn es vom Paar gewünscht wird) ist etwas, das mich von den meisten anderen Paartherapeuten unterscheidet.

Darüber hinaus berate ich gerne Paare aus speziellen Nischen, mit denen andere Therapeuten womöglich weniger Erfahrung besitzen, so dass diese sich in die speziellen Problematiken und in die besondere "Erlebniswelt" solcher Beziehungen erst einfühlen müßten. Ich biete folgenden Paaren fundiertes Wissen und Erfahrung aus ihrem besonderen Bereich an:

  • „Anspruchsvolle“ Beziehungen, die hohe Anforderungen an die gegenseitige Kommunikationsfähigkeit und Toleranz stellen, wie „offene“ Beziehungen, polyamore (polyamouröse) Beziehungen oder andere nicht-monogame Beziehungskonstellationen. Haupthema dieser Konstellationen sind meist Verlustangst und (als deren Symptom) Eifersucht; der konstruktive Umgang mit Eifersucht ist jedoch erlernbar. Die Eifersucht verliert dadurch dann ihren Schrecken und hört auf, als „sich selbst erfüllende Prophezeihung“ die Beziehung auszuhöhlen und am Ende zu zerstören.
  •  "Behind-Closed-Door-Paare", die eine Beziehungsform leben, welche nicht sichtbar nach außen dringen soll, wie z.B. BDSM-Beziehungen, Swinger oder homo- bzw. bisexuelle Paare oder auch heimlich gelebte Außenbeziehungen. Gerade solche Paare haben meist eine besondere Scheu davor, sich einem Paartherapeuten anzuvertrauen, weil sie nicht wissen, wie dieser mit ihrer Art zu leben umgeht und ob er sie überhaupt versteht. Wenn sich solche Paare überhaupt in Therapie begeben, verschweigen Sie oft ihre besondere Lebensweise, was die Aussichten auf eine erfolgreiche Beratung natürlich deutlich schmälert.

 

Dass Sie sich selbstverständlich absolut auf meine ärztliche Schweigepflicht verlassen können, möchte ich nur noch einmal kurz erwähnen.