Wie weiterleben nach dem Tag X?

Psychische Verarbeitung von schwerer Krankheit oder Tod


Ich habe viele Jahre als Notärztin im Rettungsdienst auf dem Buckel und mache auch heute noch regelmäßig Notarztdienste bei verschiedenen Hilfsorganisationen. Die Konfrontation mit schweren Schicksalsschlägen, Unfällen, Suiziden, plötzlichen Todesfällen oder schweren lebensbedrohenden Erkrankungen ist mir sehr vertraut. Doch nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die Angehörigen ist nach einem Kontakt mit dem Rettungsdienst oft nichts mehr so wie es einmal war. Dies in all den Jahren immer wieder miterleben zu müssen, und der Wunsch, auch „danach“ und auch den Angehörigen helfen zu können, war schließlich einer der Hauptgründe, die mich vor Jahren dazu bewogen hatten, die Zusatzausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie zu machen.

Betroffene und Angehörige fühlen sich nach einem solchen schicksalhaften Ereignis oft alleingelassen, leiden unter Alpträumen, Schlafstörungen, Ängsten, Panikattacken und psychosomatischen Störungen. Die Möglichkeit, die belastenden Ereignisse im Rahmen einer Krisenintervention psychotherapeutisch aufzuarbeiten, ist oft entweder gar nicht bekannt, oder es findet sich auf die Schnelle kein passender Therapeut, der auch kurzfristig eine Krisenintervention oder Kurzzeittherapie anbieten könnte.

Denn mehr als vier, fünf Sitzungen bräuchte es oft gar nicht, um wieder Fuß im „normalen Leben nach Tag X“ fassen zu können. Dies jedoch schnell - und nicht erst nach einer Wartezeit von Wochen oder gar Monaten. 

Für solche Patienten und Angehörige habe ich deshalb eigene Termine reserviert und kann deshalb anbieten, innerhalb einer Woche als Notfall einen Termin für eine Krisenintervention zu erhalten. Erfahrungsgemäß reichen 3-5 solcher Termine oft aus, um wieder zurück in den Alltag zu finden. Falls nicht und falls es medizinisch indiziert ist, können wir nahtlos eine reguläre Psychotherapie anschließen oder die Zeit überbrücken, bis Sie bei einem anderen Therapeuten Ihrer Wahl eine Therapie beginnen können.

Bitte wenden Sie sich also gerne jederzeit an mich, wenn Sie oder ein Ihnen nahestehender Mensch mit folgenden Schicksalsschlägen konfrontiert wurde:
* schwerer Unfall (als Beteiligter, Verursacher oder Angehöriger)
* Tod eines nahestehenden Menschen
* Suizid oder Selbstmordversuch im näheren Umfeld
* Nachricht über eine lebensbedrohliche Erkrankung (wie z.B. Krebserkrankung)
* schwere, das bisherige Leben einschränkende Erkrankung (wie z.B. Schlaganfall oder Herzinfarkt)
* Konfrontation mit der Endlichkeit des Lebens (z.B. nach einer Wiederbelebung)
* Sinnkrise nach einem der obigen oder ähnlichen Ereignissen

Bitte scheuen Sie sich nicht, sich in solchen Fällen die Hilfe zu beanspruchen, die Sie benötigen, um ein derartiges Ereignis verarbeiten und überwinden zu können.