Pathologische Trauer nach Verlust eines Angehörigen durch Corona


Während Trauer ein schwerer, aber normaler Bestandteil des Lebens und nur selten behandlungsbedürftig ist, ist der Anteil an sogenannter „pathologischen“ Trauerreaktionen erhöht bei Menschen, die nahe Angehörige an Corona verloren haben („an“ Corona und nicht „mit“ Corona! Ich werde diese unsägliche Unterscheidung „an oder mit Corona“ nicht übernehmen, da ich im Umgang mit Angehörigen immer wider erlebe wie hochgradig respektlos sie alldenjenigen gegenüber ist, die einen nebenstehenden Menschen an Corona verloren haben!).
Dies liegt an den Umständen, die leider alles andere als „normal“ waren und somit oft leider auch mehr als nur eine „normale“ Trauer bewirken. Eine therapeutische Aufarbeitung des Verlustes kann hier ähnlich hilfreich sein wie nach anderen als traumatisch erlebten Todesumständen (z.B. bei Suizid, Gewaltverbrechen oder schweren Verkehrsunfällen).