Verschiedene Anwendungsbereiche


Dass ärztliche Hypnose und Entspannungstechniken gegen Angst und innere Unruhe helfen können, dies scheint vielen ja noch nachvollziehbar. Aber was können diese Methoden gegen "handfeste" Symptome wie Schmerzen, Luftnot oder Übelkeit ausrichten? Ist das nicht purer Humbug? Beweist das nicht genau das, was vor allem Patienten mit der Diagnose "psychosomatische Beschwerden" ohnehin befürchten - dass sie "gar nichts haben", sondern sich "alles nur einreden" und somit "ein rein psychisches Problem" haben? Und macht es bei Patienten, die z.B. Tumorschmerzen haben oder an Migräne leiden, überhaupt Sinn?

Die schlechte Nachricht zuerst: Hypnose und Entspannungstechniken können Ihnen Ihre Schmerzen sicher nicht "wegzaubern". Sie können lediglich helfen, den bekannten Teufelskreis zu durchbrechen, dass Angst vor den Schmerzen und Konzentration auf die Schmerzen und die dadurch entstehende Anspannung die Schmerzen noch weiter verstärken. Insbesondere die ärztliche Hypnose kann das Mischmasch aus Angst vor dem Schmerz, Konzentration darauf, das "Hineinsteigern" und die daraus folgende Anspannung entwirren. Was bleibt, sind die reinen Schmerzen als solche - und die sind manchmal überraschend gering. Das gleiche gilt für Beschwerden wie Übelkeit, Schwindel, Luftnot, Schlafstörungen und vieles mehr.

Ärztliche Hypnose nimmt Ihnen also in keinster Weise Ihre Kontrolle - das Ziel ist ganz im Gegenteil, Ihnen die Kontrolle zurückgeben.

Als Hypnotherapeutin möchte ich in erster Linie für Palliativpatienten da sein, stehe aber auch bei anderen Diagnosen zur Verfügung, wie zum Beispiel:

  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Angststörungen (Panikattacken, Flugangst, Prüfungsangst usw)
  • Depression, Burnout und Erschöpfung
  • Trauer über einen schwerwiegenden Verlust (Mensch, Tier, Arbeitsplatz, Gesundheit...)
  • Migräne und sonstige Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen

Üblicherweise sollten sich nach spätestens 5 Therapiesitzungen spürbare Erfolge einstellen. Bereits im Rahmen des ersten Gespräches werde ich eine kurze Entspannungshypnose mit Ihnen durchführen, damit Sie sich einen Eindruck davon verschaffen können, ob und wie Hypnose bei Ihnen wirkt.

Manchmal - je nach Thema und Schwere der Symptome - kann auch bereits eine einzige Sitzung ausreichend sein.

Sehr ausführliche Informationen rund ums Thema Hypnose finden Sie auf folgender Internetseite: www.hypnose.de

Begleitende Palliativmedizin

Ich habe seit 2013 die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, und dieser Themenbereich liegt mir deshalb auch ganz besonders am Herzen. Ich möchte hierbei allerdings nicht in die laufende schulmedizinische Behandlung eingreifen, sondern biete zur Ergänzung und Begleitung gezielt ganzheitliche Therapiemethoden wie Akupunktur und ärztliche Hypnose an, behalte hierbei jedoch die Schulmedizin stets im Blick.

Wie läuft eine Behandlung in einem solchen Fall ab? Angenommen, Sie leiden als Palliativpatient unter schwer einstellbaren Schmerzen, oder aber unter Nebenwirkungen Ihrer Therapie wie Übelkeit, Schwindel, Juckreiz oder Schlafstörungen. Ich möchte dann mit Ihnen zusammen überlegen, ob und mit welchen Methoden wir die laufende schulmedizinische Therapie ergänzen können - ob z.B. Methoden wie ärztliche Hypnose und TCM/Akupunktur in Ihrem Fall hilfreich sein könnten. Näheres zu den Möglichkeiten dieser Verfahren erfahren Sie auch bei der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) sowie der Deutschen Gesellschaft für Hypnose (DGH)

Im ersten Beratungsgespräch erzählen Sie mir umfassend von der Diagnose und den bisher erhobenen Befunden sowie den bereits eingeleiteten oder geplanten Therapien. Selbstverständlich können Sie mir als Fachärztin für Innere Medizin hierzu auch alle medizinischen Fragen stellen, die Ihnen auf dem Herzen liegen. Auch die Arztberichte der Kollegen erläutere ich Ihnen sehr gerne ausführlich noch einmal aus meiner Sicht.

Wir stellen dann gemeinsam einen Therapieplan auf, um ganz gezielt gegen Ihre Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Juckreiz. Schlafstörungen usw. anzugehen, beispielsweise durch eine Kombination aus ärztlicher Hypnose und Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), von der Akupunktur ein wesentlicher Bestandteil ist; dies werden wir aber gemeinsam auf Ihren speziellen Fall abstimmen.

Darüber hinaus macht es Sinn, dass Sie unter meiner Anleitung Selbsthypnose und Akupressur erlernen, um das Erreichte auch ohne meine Hilfe zu festigen und unabhängig von mir jederzeit anwenden zu können.

Eine erste kurze Entspannungshypnose würde bereits beim ersten Kontakt stattfinden, damit Sie herausfinden können, ob und wie Sie auf Hypnose reagieren. Auch eine erste kurze Akupunktursitzung wäre zu empfehlen, damit Sie auch deren Wirkungsweise erfahren können. Dieses erste Gespräch wird etwa eine Stunde dauern. Auch die folgenden Therapiesitzungen dauern üblicherweise 50­-60 Minuten und findet entweder bei mir in der Praxis statt oder aber als Hausbesuch (z.B. wenn Sie bei fortgeschrittener Erkrankung nur noch eingeschränkt mobil sind).

Nach spätestens 5 Sitzungen sollten sich Ihre Symptome bereits gebessert haben, wenn Sie auf Akupunktur und Hypnose grundsätzlich ansprechen. Zudem werden Sie im Rahmen der Therapiesitzungen auch Selbsthypnose sowie Akupressur erlernen, damit Sie Ihre Symptome im Alltag auch selbst besser in den Griff bekommen können. 

Trauerbegleitung

Durch meinen Interessensschwerpunkt Palliativmedizin ergibt es sich natürlich auch, dass ich in die Trauerbegleitung der Angehörigen mit eingebunden werde. Auch hier hat sich die die ärztliche Hypnotherapie als sehr hilfreich erwiesen und kann einen Beitrag dazu leisten, den Verlust zu verarbeiten und das seelische Gleichgewicht ganz sanft und allmählich wieder herzustellen, damit sich der seelische Ausnahmezustand gar nicht erst körperlich verfestigen und zu chronischen Problemen wie Bluthochdruck oder einer depressiven Reaktion führen kann. Darüber hinaus werden Sie Selbsthypnose erlernen, um das Erreichte auch ohne meine Hilfe zu festigen und unabhängig von mir jederzeit anwenden zu können. Eine erste kurze Entspannungshypnose würde bereits beim ersten Kontakt stattfinden - im Regelfall kennen wir uns ja aber bereits schon von der Behandlung Ihres Angehörigen.

Nach spätestens 5 Sitzungen sollten wir bereits eine erste Besserung erreicht haben – Sie können wieder klare Gedanken fassen, nachts besser schlafen und fühlen sich den kommenden Herausforderungen besser gewappnet. Üblicherweise gilt bei der Trauerbegleitung eine Dauer von durchschnittlich 6 Monaten hilfreich – anfänglich ein oder zwei Sitzungen pro Woche (oder auch häufiger), später alle 14 Tage und zuletzt einmal im Monat. Sie selbst bestimmen, wie lange Sie die hypnotherapeutische Unterstützung in Abspruch nehmen möchten.

Weitere Informationen zur Trauertherapie finden Sie hier